Review: The Phoenix Project

Ein IT Projekt weit über Time und Budget, im Kielwasser ein geradezu unnatürlich hoher Verschleiss an Verantwortlichen. Die Firma dahinter in Aufregung – die Wettbewerber ziehen davon und mit ihnen die Kunden.

Das ist die grobe Situation, in die Bill hineingeworfen wird. Bill ist bisher zufriedener Leiter seiner kleinen Unterabteilung bei Parts Unlimited. Als der Vice President of IT das Handtuch wirft (oder es für ihn geworfen wird), sieht er sich plötzlich mit dem Scherbenhaufen konfrontiert, der das namengebende ‘Phoenix Project’ ist.
Nach und nach wird ihm klar, in welche Lage er sich (scheinbar) manövriert hat. Doch dann trifft er Eric, der ihm nach und nach aufzeigt, wie sehr sich die Arbeit in der IT doch mit der im produzierenden Gewerbe vergleichen lässt. Eric wird Bills Mentor und begleitet ihn und den Leser/Hörer auf den Weg der Optimierung durch die IT.

Dabei schaffen die Autoren Gene Kim, Kevin Behr und George Spafford stets den Leser in seinen Bann zu ziehen. Man fiebert tatsächlich mit Bill und seinen Kollegen mit, wenn sie ihr bestes geben um Parts Unlimited zu retten. Gelegentlich kann es auch vorkommen, dass man sich durchaus auch einmal über eine Entscheidung der handelnden Personen aufregt. Zurecht – denn wer in der IT arbeitet, wird sicher an die ein oder andere Begegnung im Berufsleben erinnert. Mal gut, mal schlecht.
Trotz der kurzweiligen Handlung fehlt kein Tiefgang. Besonders daran ist, dass das Buch nicht nur für IT’ler zu empfehlen ist, sondern auch Marketing, Sales und die Unternehmensleitung einiges lernen können.
Allerdings sollte man kein Lehrbuch erwarten. Man bleibt als Leser stets gefordert, sich seine eigenen Gedanken zu machen und kann sich nicht darauf verlassen, die Lektionen in handlicher und einprägsamer Form vorgebetet zu bekommen.

Bewertungsgrundlage war das englischsprachige Hörbuch. Die Sprache war klar, jederzeit gut verständlich und auch die Performance des Sprechers Chris Ruen hat keinen Grund zum Klagen geboten. Den einzelnen Personen wurde Leben und Character eingehaucht – aber nie so übertrieben, das man als Hörer genervt war vom ‘overacting’ des Sprechers.

Sollte jemand Feedback zur deutschen Version haben, Fragen oder Anmerkungen: Nur her damit!

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